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Armin Herbst

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Selbsthilfegruppe
für
Schwerhörige und Ertaubte
Überlingen

Selbsthilfegruppe für Schwerhörige und Ertaubte
Was wollen wir?

Einander bei der Bewältigung der behindertenbedingten Probleme helfen. Kommunikationsformen verschiedener Art erlernen, trainieren und anwenden. Gemeinsam einen Teil unserer Freizeit  gestalten (zum Beispiel beim geselligen Beisammensein, Wandern usw.)

Schwerhörigkeit
 kommt manchmal schleichend - wie die langsam fortschreitende und unheilbare Lärmschwerhörigkeit. Manchmal plötzlich - durch einen Hörsturz, eine Krankheit oder einen Unfall.

Was nun?
Erst wenn der Mensch selbst von einer Einschränkung seiner Sinnesorgane betroffen ist, lernt er die damit zusammenhängenden Probleme verstehen. Einiges kann man “ausprobieren“, um ein Gefühl für die Behinderung zu bekommen: Blindheit, Querschnittlähmung etwa. Leider geht das mit einer Schwerhörigkeit nur bedingt. Mit einer Ertaubung gar nicht! Und leider sind gerade diese Behinderungen die bedeutendsten Sinnesverluste!

Warum?
Hellen Keller, eine taubblinde Schriftstellerin, sagte oft, dass die Taubheit ihre schlimmere Behinderung sei, denn:

Blindheit trennt von Dingen, Taubheit aber trennt von Menschen!
Diese Worte verdeutlichen die Probleme Hörgeschädigter wie keine anderen! Von Menschen getrennt sein bedeutet Isolierung, Ausgrenzung, Verlust des Selbstbewußtseins, Depression.

Was kann man tun?
Am wichtigsten ist es, Hörgeschädigte und Normalhörende aufzuklären über die Behinderung. Leider werden die Betroffenen oft, selbst beim HNO-Arzt, allein gelassen. Sie werden versorgt mit allen notwendigen Hilfsmitteln (manchmal leider nicht mal das) und ansonsten sich selber überlassen. Die Ursache ist mangelndes Wissen über die Auswirkungen, die eine Hörschädigung auf das Leben der betroffenen Menschen hat und der damit entstehenden Probleme.
Nun endlich haben die Betroffenen Mut gefasst und beginnen, sich in Selbsthilfegruppen oder dem Deutschen Schwerhörigen-Bund zusammenzuschließen. Nicht nur, um wenigstens bei diesen Treffen “alles  verstehen“ zu können. Das geht ja auch nicht auf Anhieb. Erst müssen selbst Betroffene lernen, mit anderen Hörgeschädigten zu kommunizieren. Genauso wichtig ist die
Öffentlichkeitsarbeit. Die Behinderung vorstellen, sagen wie mit  Hörgeschädigten gesprochen werden muss, wo wir wie eingeschränkt sind, Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Hier sind verstärkt Kostenträger, Gemeinden, Landkreise und die Bundesregierung gefragt.

Was z.B. brauchen wir?
 Öffentliche Schreibtelefone und Telefaxgeräte in Postämtern und Bahnhöfen. Optische Signale in Bussen, Zügen und Strassenbahnen. Hilfsmittel für alle Hörgeschädigten (Lichtsignale für Wecker und Türklingel z. B., Faxgeräte oder  Schreibtelefone), selbstverständliche Reha-Maßnahmen bei Eintritt der Schwerhörigkeit oder Ertaubung. Mehr und bessere Untertitel im Fernsehen. Und vieles mehr....

Nur gemeinsam sind wir stark!
Daher  ist es wichtig, dass Betroffene und deren Familienangehörige und Freunde sich zusammentun, einander helfen bei der Problembewältigung im privaten Bereich und am Arbeitsplatz, miteinander reden lernen, verstehen lernen. Aus diesem Grund gibt es unsere Selbsthilfegruppe!

Kommen Sie doch einfach mal vorbei! Schauen Sie wer wir sind und was wir machen! Vielleicht bleiben Sie gleich dabei?!

Zu unseren geplanten   Terminen
Für nähere Informationen:  Schreiben Sie uns!

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